Vergangenheit

Die Sippe der Liphardt´s waren seit altersher neben den Familien Gundlach und Becker bedeutende Glasmacher, Töpfer und Tiegelmacher. Bereits im Jahre 1537 wird ein Claubes Lippert im Hessischen Bundesbrief für die Glasmacher als Gläsner und Hüttenmeister im Kaufunger Wald aufgeführt. 1557 wird Peter Liphard anlässlich eines Streites mit dem amtierenden Oberförster während des Bundestreffens von 200 Gläsnern in alten Dokumenten erwähnt.

Damals begannen schon umweltschützende Maßnahmen, da durch den großen Laubholzbedarf zum Beheizen der Glasschmelzöfen der Waldbestand bedroht war. Die Gläsner waren zum Auswandern gezwungen oder stellten ihr Handwerk auf Töpferei und Tiegelproduktion um. Dennoch führte der harte Wettbewerb zur Verarmung der Tiegelmacher, so dass sie um 1750 nicht einmal mehr in der Lage waren, die Brennkosten aufzubringen. Diese wurden ihnen dann vom Bürgermeister vorfinanziert, verbunden mit der Auflage, dass alle Tiegel zu einem festgesetzten Preis an ihn zu liefern waren oder aber er an Selbstverkäufen durch den Tiegelmacher beteiligt wurde. Dies führte zu einem erheblichen Nachlassen der Tiegelqualität, da für die Tiegelmacher nun ohnehin kaum noch etwas zu verdienen war. Dagegen setzte sich ein Tiegelmacher kräftig zur Wehr:

Er schaffte es, aus der Gilde auszutreten. Ein langwieriger Vorgang und schwor seinerzeit, so die Überlieferung, "wenn ich den Streit gewinne, lasse ich mich auf Glas malen." Das Original-Gemälde aus dem Jahre 1783 ist noch gut erhalten und zeigt den Tiegelmacher Engelhard Liphardt, den Großvater von Konrad Liphardt, dem Namensträger des heutigen Unternehmens. Die Hausmarke, ein altes Zunftzeichen, geht zurück auf Elias Liphardt in Großalmerode, lt. Schriftstück vom 7. September 1617 beim Staatsarchiv in Marburg/Lahn (R.K.G. Akte E 32).

Gegenwart

Heute gehören zu unserem Lieferprogramm nicht nur Schamotte- und Hochtonerdehaltige Steine für Industrie- und Kachelöfen, sondern z.B. auch nitridgebundenes SIC für Müllverbrennungsanlagen genauso wie technische Keramik in Hochleistungsturbinen. Unser Lieferprogramm umfasst insgesamt:

    - Schamottesteine - Hochtonerdehaltige Steine - Feuerleicht- und Isoliersteine - Brennkapseln und Induktionstiegel für Stahl - Massen und Feuerbetone - Mörtel und Kitte - Fertigteile aus SIC - Ingenieurkeramik

Neben bewährten und ausgereiften Technologien in der Gießformumgebung werden unsere Produkte hydraulisch und isostatisch gepresst. Die Vielzahl unserer Sinteröfen ermöglicht es uns, kleine wie auch große Stückzahlen bis zu einer Sintertemperatur von 1.750°C wirtschaftlich sinnvoll zu fertigen.

 

Durch unseren eigenen Werkzeugbau sind wir ein kompetenter Ansprechpartner für komplizierte Formsteine und Sonderformate. Wir sind in der Lage flexibel auf Ihre Wünsche einzugehen, damit unsere Erzeugnisse kurzfristig in Ihrem Hause eingesetzt werden können.

 

Kundenwünsche, Leistungsstärke und Zuverlässigkeit zählen zu unserer Firmenphilosophie. Unser Betrieb beschäftigt heute mit der Herstellung von technischer und feuerfester Keramik ca. 85 Mitarbeiter.

Zukunft

Wir werden uns auch in Zukunft bemühen, uns den sich veränderten Marktsituationen anzupassen, um der Kundschaft stets das richtige Produkt im richtigen Moment anbieten zu können. Unser Bestreben ist es, die Familientradition fortzusetzen.

"Tradition heißt nicht, Asche aufzubewahren, sondern das Feuer zu hüten."